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Unser Rebberg

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Der Rebberg «Steinbruch» in Arlesheim

Von der Schutthalde zum Rebberg - eine kurze Chronik

 

Dem Arlesheimer Bürger Adolf Heller sen. (1882 bis 1966) ist es zu verdanken, dass der Steinbruch, entgegen seines Namens, ein Rebberg an bester Lage ist.

Der erlernte erste Beruf des Maschinenzeichners und -konstrukteurs halfen Adolf Heller bei der Planung und anschliessenden Umsetzung des Projektes. Nachdem der Boden planiert und für fliessendes Wasser gesorgt war, wurden die ersten 4’000 Reben beschafft. Heller wollte eine in Arlesheim unbekannte Rebsorte anpflanzen, was die Beschaffung wiederum sehr erschwerte. Neben den unbekannten Rebsorten Portugieser und Bassatuti wurden auch Gutedel, Riesling, Sylvaner und Blauburgunder angepflanzt. Ein grosses Unwetter hatte die frisch gepflanzten Steinbruch-Reben fast samt und sonder davon geschwemmt.

 

Die Familie Heller liess sich, nachdem sie sich vom ersten Schrecken erholt hatte, aber nicht unterkriegen. Um weitere solche Katastrophen zu vermeiden, musste der Winzer dafür sorgen, dass dem Boden die Eigenschaft der Wasseraufnahme zu teil wurde. Gesagt getan. Von diesem Zeitpunkt an waren trotz mehrerer grösserer Gewitter kaum mehr nennenswerte Schwemmschäden zu verzeichnen.

 

Um einen Steinbruch in einen Rebberg zu verwandeln braucht es unvorstellbar viel Leistung; es grenzt an Übermenschliches. In vier Jahrzehnten ist aus einer Schutthalde ein Kleinod erarbeitet worden.

 

1950 wurde der Rebberg durch Adolf Heller sen., nach dem Vorbild der Tessiner Rebterrassen, terrassiert. 1963 wurde der Rebberg Steinbruch von Adolf Heller an die Gemeinde Arlesheim verkauft. 1971 beschloss die Gemeinde Arlesheim, dass der Rebberg saniert und modernisiert wird. Während drei Jahren beschäftigten sich Schüler der Landwirtschaftlichen Schule Ebenrain/Sissach mit der Terrassierung und Neubepflanzung. Ebenso wurde ein Schopf mit Pumpstation, Treppe und Zaun erstellt.

Bereits nach kurzer Zeit zeigte es sich, dass die Sanierung viel umfangreicher hätte ausfallen sollen. Aus diesem Grund wurde der Rebberg 1975 erneut saniert. 1978 übernahm ihn Kurt Nussbaumer in Pacht. Im Jahr 2003 gab es einen Pächterwechsel und seither bewirtschaftet die Familie Simmendinger erfolgreich den Rebberg Steinbruch.