Buergergemeinde ArlesheimThemenbild

Behördenwaldgang 2016

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Gemeinwirtschaftliche Leistungen im Wald

Unweit des Schiesstandes in der Gobenmatt findet der Erholungssuchende im Wald und am Ufer des Baches einen idealen Rastplatz. Hier gibt es feste Feuerstellen, Sitzbänke und Abfallbehälter und Spuren einer intensiven Nutzung. Den Platz wählte Revierförster Fredi Hügi vergangenen Samstag als Ausgangspunkt für den traditionellen Waldgang der Bürger- und der Einwohnergemeinde sowie der Stiftung Burg Reichenstein als Beispiel für die Erbringung gemeinwirtschaftlicher Leistungen im Wald durch die Waldeigentümer. Das sind in Arlesheim in erster Linie die Bürgergemeinde und die Stiftung Burg Reichenstein. «Die intensive Nutzung des beliebten Platzes führt aus betrieblicher Sicht zu einem Minderwert», erklärte der Förster, der zugleich das Angebot für Erholungssuchende unterstützt. Weiter führte er die Waldgänger zu einem Erschliessungsweg, Waldrändern und einem Bikertrail als weitere Beispiele, bei denen auch eine gemeinwirtschaftliche Leistung erbracht wird.

In einem Referat definierte der Geschäftsführer des Waldwirtschaftsverbandes beider Basel (WbB), Raphael Häner, die gemeinwirtschaftlichen Leistungen. Dazu hat der WbB für den Kanton einen Leistungskatalog erarbeitet als Grundlage bei Verhandlungen zwischen Waldeigentümern und Gemeinde. Die Verhandlungen seien nötig, da der Trend zur Erholungsnutzung im Wald steige, jene der Holznutzung zurückgehe. «1950 konnte mit einem Kubikmeter Holz ein Waldarbeiter für eine Woche bezahlt werden, heute reicht das nicht einmal für eine schlechtbezahlte Arbeitsstunde.» Kreisforstingenieur Luzius Fischer brachte die Sicht des Kantons ein und erwähnte, dass der Kanton sich bei der Waldbewirtschaftung gezielt beteilige. Raphael Häner erarbeitete im Auftrag der Bürgergemeinde auch einen Leistungskatalog für Arlesheim. «Das Ergebnis hat mich überrascht», erklärte Bürgerratspräsident Stephan Kink. Beeindruckt zeigten sich auch die Gemeindevertreter. Man war sich einig, dass rasch Verhandlungen zu den Leistungsabgeltungen geführt werden müssen.
Heiner Leuthardt